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DINGUNDWESEN - Mari Terauchi und Stefanie Ehrenfried
Die Bereitschaft zusammen auszustellen war durch die gegenseitige Wertschätzung und Freundschaft leichter gefunden als ein Konzept, welches die beiden zunächst so gegensätzlichen künstlerischen Positionen zu einen vermag. Und dann war der Titel da: Ding und Wesen
DINGUNDWESEN
Mari Terauchi und Stefanie Ehrenfried
Die Bereitschaft zusammen auszustellen war durch die gegenseitige Wertschätzung und
Freundschaft leichter gefunden als ein Konzept, welches die beiden zunächst so gegensätzlichen
künstlerischen Positionen zu einen vermag.
Und dann war der Titel da:
Ding und Wesen
Einerseits der Blick auf die Dinge der sichtbaren Welt
Andererseits der Blick nach innen in das Wesenhafte, nur Erspürbare.
Mari Terauchi richtet den Blick auf die Welt da draussen, auf die Beziehung der Dinge
untereinander, auf Ihre Eklatanz, fügt neu zusammen, nimmt bestimmte Perspektiven ein und baut
dementsprechend ihre Modelle aus Pappe, Holz und weiteren gängigen Werkstoffen
In humorig, schmerzhaftem Zugriff nimmt Sie den Schweinen und Hühnern Ihre Wesenhaftigkeit
und macht sie zu Dingen, grotesken Konsumartikeln.
Gestickte QR-Codes auf Ihren Objekten- anheimelnd sorgfältige Handarbeit- übermitteln dem
SmartPhone dennoch die exakte information um dem Besucher zu ermöglichen im „digitalen
Museum“ Ihre Werke anzuschauen. Hier läuft also ein nicht einsehbarer Prozess ab, um von
einem Ding (Werk in der Ausstellung) zum Bild eines anderen Dings (nicht in dieser Ausstellung
befindliches Kunstwerk) zu führen. Ein Vorgang, der zwar technischer Art ist, sich aber genauso
im Verborgenen vollzieht, wie der Prozeß des Denkens, des Imaginierens, des Hineinfühlens, was
nun der thematische Schwerpunkt im Werk von Stefanie Ehrenfried ist.
Im ausschliesslichen und für im Grunde klassisch figürliche Bildhauerei ungewöhnlichen Werkstoff
Schafwolle (nadelgefilzt) hat sie ein Material gefunden, das an sich schon fähig ist, den Werken
eine wesenhaft lebendige Ausstrahlung zu verleihen.
Es werden Formen für geistige und seelische Bewegungen im und um den Menschen gefunden.
Dem Prinzip der Lebendigkeit wird in pflanzlich oder landschaftlich organischenFormen
nachgespürt.
Das was offensichtlich der Tierwelt entspringt, hat hier doch vielmehr einen seelischen als
biologischen Hintergrund.
Was sind die schöpferischen Kräfte, die hinter den Erscheinungen stehen?
Was ist eine innere Landschaft?
Fragen werden aufgeworfen und (poetische) Möglichkeiten eröffnet: die Existenz ist eingewoben
in ein reiches Kräftespiel zwischen Himmel und Erde.
Das Poetische findet sich auch in den Werken von Mari Terauchi, die natürlich keine
Gebrauchsgegenstände herstellt, sondern Erlebnisse und Erfahrungen zu erzählen hat und hebt
diese letztendlich ebenso über das rein Dingliche hinaus.
Stefanie Ehrenfried
Ausstellungsdauer:
16.11.2025 - 06.01.2026





